Calcium beugt Bluthochdruck in der Schwangerschaft vor

Dienstag, 3. November 2020

Bluthochdruck in der Schwangerschaft - eine ernste Komplikation

Eine Schwangerschaft geht mit einer Vielzahl körperlicher Verän- derungen einher. Dabei kann sich auch das Risiko für verschiedene Erkrankungen erhöhen, die letztlich zu Komplikationen für das Unge- borene und die Mutter führen kön- nen. Dazu gehört beispielsweise
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Präeklampsie, eine Schwangerschaftsvergiftung, die mit Bluthochdruck und Wassereinlagerungen einhergeht. Etwa 10 % aller Schwangeren lei- den unter Bluthochdruck. Weltweit ist zu hoher Blutdruck für 14 % der Todesfälle bei Schwangeren verantwortlich. Es ist bekannt, dass eine zusätzliche Calciumaufnahme über Supplemente das Risiko für schwangerschaftsbedingten Bluthochdruck vermindern kann. Die Weltge- sundheitsorganisation (WHO) empfiehlt daher Frauen, die über die Nah- rung relativ wenig Calcium bekommen, zusätzlich 1500 bis 2000 mg Calcium täglich aufzunehmen. Es gibt aber kaum Daten dazu, ob eine adäquate Calciumzufuhr, die auch allein über die Ernährung erreicht werden kann, ebenfalls geeignet ist, Bluthochdruck in der Schwangerschaft vorzubeugen.
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Ausreichend Calcium senkt das Risiko für Bluthochdruck

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In einer retrospektiven Kohortenstudie untersuchten Wissenschaftler aus Bangladesch, ob eine zusätzliche Gabe von 500 mg Calcium pro Tag mit einem verringerten Risiko für Bluthochdruck bei Schwangeren einhergeht. In Bangladesch ist die Calciumzufuhr über die Ernährung in der Regel eher gering. In der Studie erhielten 11.387 schwangere Frauen täglich
500 mg Calcium jeweils vom Zeitpunkt der ersten Schwangerschaftsvor-sorgeuntersuchung bis zum Ende der Schwangerschaft. So entstanden drei Gruppen: Frauen, die über mehr als 6 Monate, über 3 bis 6 Monate oder über weniger als 3 Monate täglich Calcium einnahmen. Der Blutdruck wurde jeweils bei der ersten Untersuchung und anschließend monatlich bis zum Ende der Schwangerschaft gemessen.

In allen Gruppen stieg der Blutdruck über den Zeitverlauf an; ein während der Schwangerschaft häufig auftretendes Phänomen. Doch je länger Calcium eingenommen wurde, desto geringer war der Blutdruckanstieg . Bei den Frauen, die während der Schwangerschaft mehr als 6 Monate lang 500 mg Calcium pro Tag supplementierten, stieg der Blutdruck deutlich langsamer an im Vergleich zu denen, die weniger als 6 Monate lang 500 mg Calcium pro Tag aufnahmen. Insgesamt hatten Schwangere mit einer Einnahmedauer von über 6 Monaten ein um 44 % geringeres Risiko (p=0,026) einen Bluthochdruck zu entwickeln, als Frauen, die nur über einen kurzen Zeitraum (weniger als 3 Monate) Calcium einnahmen.

Die Forscher konnten also zeigen, dass bei Schwangeren, die zu wenig Calcium über die Ernährung aufnehmen, die tägliche Einnahme von 500 mg Calcium das Risiko für schwangerschaftsinduzierten Bluthochdruck senken kann. Dieser Effekt war umso größer, je länger die Frauen eine höhere Calciumzufuhr während der Schwangerschaft hatten.
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Calciumreiche Heilwässer liefern sehr gut verfügbares Calcium

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Die hier vorgestellte Studie bestätigt, dass eine adäquate Calciumzufuhr während der Schwangerschaft das Risiko für Bluthochdruck vermindern kann. Darüber hinaus erfüllt Calcium noch weitere Funktionen, die sowohl für die gesunde Entwicklung des Kindes also auch für die Gesunderhal-tung der Mutter entscheidend sind. So ist Calcium beispielsweise Haupt- bestandteil des Skelettsystems und ist an der Erregungsweiterleitung zwischen Nerven und Muskeln sowie der Muskelkontraktion beteiligt. Dies betrifft insbesondere die Kontraktion der Herzmuskeln. Zudem ist es als Cofaktor verschiedener enzymatischer Reaktionen für eine Vielzahl von Stoffwechselprozessen essenziell.
Der Calciumbedarf für Erwachsene sowie für Schwangere und Stillende liegt bei 1000 mg pro Tag. Die Ernährung liefert Calcium über Milch und Milchprodukte, grüne Gemüsesorten wie Brokkoli oder Grünkohl, Nüsse und Saaten, wie etwa Haselnüsse oder Chiasamen. Eine wesentliche Ergänzung mit gut bioverfügbarem Calcium bieten calciumreiche Heil- wässer ab etwa 250 mg Calcium pro Liter. Sie eignen sich auch als Calciumquelle für Lactoseintolerante und Veganer. Zudem sind Heilwässer kalorienfrei und liefern gleichzeitig die notwendige Flüssigkeit für den Tag.
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Quelle: Informationszentrale Deutsches Mineralwasser (IDM)