Zischt, prickelt und schmeckt: Kohlensäure im Mineralwasser

Dienstag, 24. September 2019

Gerade im Sommer ist prickelndes Mineralwasser besonders erfrischend:

miwa-news-wissenswertes2.jpgNicht nur im Mund, sondern gefühlt im ganzen Körper sorgt die Kohlensäure für ein angenehmes Kribbeln. Zudem reinigt sie die Geschmackspapillen auf der Zunge und trägt damit wesentlich zum Genusserlebnis zum Beispiel bei einer Grillparty oder bei einem Glas Wein bei.

Mit oder ohne Kohlensäure? Diese (Geschmacks-)Frage wird oft im Zusammenhang mit Mineralwasser gestellt. Bei den „Blubberbläschen“ handelt es sich um sogenanntes Kohlenstoffdioxid, das sich im Mineralwasser gelöst hat. Beim Öffnen der Flasche entweicht etwas davon mit dem typischen „Zischlaut“ und sorgt im Glas für spritzigen Sprudel-Genuss.

Natürliche Kohlensäure stammt von Vulkanen

Die über 500 verschiedenen Mineralwässer in Deutschland unterscheiden sich je nach Ursprungsregion durch ihre Inhaltsstoffe. Mineralwässer mit natürlicher Kohlensäure entstehen vor allem in Landschaften mit vulkanischer Vorgeschichte. Beim Abkühlen und Erstarren von Magma tief unter der Erdoberfläche bildete sich das Gas Kohlenstoffdioxid. Dieses wird auch heute noch unterirdisch freigesetzt und entweicht über die Gesteins- und Erdschichten nach oben. Wasserführende Schichten nehmen es auf und binden es in Form von Kohlensäure.

Prickelnde Wirkungen

Die Kohlensäure im Wasser unterstützt den unterirdischen Lösungsprozess von Mineralstoffen wie Calcium und Magnesium aus den Gesteinsschichten, die sich dann im Mineralwasser anreichern. Und auch „oberirdisch“ punkten die feinen Bläschen und sorgen für ein besonderes Geschmackserlebnis, zum Beispiel beim Genuss von Speisen: Sie reinigen die Geschmackspapillen im Mund und regen die Durchblutung der Mundschleimhaut an. Dadurch bereitet kohlensäurehaltiges Mineralwasser perfekt auf die Wahrnehmung von feinen Geschmacksunterschieden vor.

Wissenswert: Laut Mineral- und Tafelwasserverordnung (MTVO) darf Kohlensäure dem Mineralwasser teilweise oder vollständig entzogen, aber auch zugesetzt werden.

Quelle: Informationszentrale Deutsches Mineralwasser (IDM)